Die heilige Elisabeth - Elisabeth-Verein Pottenstein e.V.

Elisabeth-Verein Pottenstein
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Hintergrund
"Wir wollen die Menschen froh machen" -
Die heilige Elisabeth

Diese besondere junge Frau lebte vor 800 Jahren und war so ganz anders, als ihr Umfeld es von ihr erwartete.
In ihrem ganzen jungen Leben (sie starb bereits im Alter von 24 Jahren) war sie tief im Glauben verwurzelt und von der Freude Gottes durchdrungen. Es war ihr ein Herzensanliegen, die Menschen froh zu machen.

Elisabeth wurde 1207 geboren und 1212, als Fünfjährige, zur Erziehung an den Hof des Landgrafen Hermann von Thüringen verbracht, dessen Sohn Ludwig sie dort auf der Wartburg heiratete, als sie 14 Jahre alt war.
Bereits die heranwachsende Elisabeth war dadurch aufgefallen, dass ihr die höfische Etikette egal war, wenn es um bedürftige Menschen ging. Sie zeigte ein herzliches und vor allem persönliches Zugehen auf Hilfsbedürftige, zu denen der Adel standesgemäß möglichst große Distanz einnahm.
Nun, als Landgräfin, konnte sie mit Billigung ihres Gemahls in Gotha ein Spital gründen, dem neuen Bettelorden der Franziskaner eine Kapelle in Eisenach stiften und während der großen Hungersnot in Deutschland in Abwesenheit Ludwigs anordnen, in Eisenach ein Spital zu errichten und Vorräte unter den Bedürftigen zu verteilen.
1227 starb ihr geliebter Mann Ludwig, und die zwanzigjährige Witwe wurde von ihren Verwandten ihrer Güter beraubt und mit ihren drei Kindern von der Wartburg vertrieben mit der Begründung, sie verschwende öffentliche Gelder für Almosen. Als die Familien ihrer Eltern von Elisabeths Schicksal erfuhren, ließ ihre Tante, die Äbtissin Mechthild von Kitzingen, sie zu sich holen und brachte sie zusammen mit den Kindern im April 1228 einige Wochen lang auf der Burg in Pottenstein unter.


 

 
 
Aus dieser Zeit in Pottenstein wird das „Rosenwunder“ erzählt, mit dem die Hl. Elisabeth in der Legende stets verbunden wird:
Als sie wieder einmal auf dem Weg hinaus aus der Burg zu den Armen gewesen sein soll, wurde ihr Onkel, der Burgherr, misstrauisch und fragte sie, was sie in ihrem Korb habe. Er wollte nicht, dass sie die Burgküche plünderte, um den Armen Brot zu bringen. Elisabeth antwortete in ihrer Not, sie habe Rosen darin. Als der Onkel ihr befahl, den Korb zu öffnen, lagen an Stelle des Brotes, das Elisabeth mitgenommen hatte, tatsächlich Rosen im Korb. So konnte der Onkel keine Einwände mehr erheben. Auf diese Weise – so berichtet die Legende – schützte und unterstützte Gott ihre Mildtätigkeit und menschliche Güte.





 

 



Über Bamberg zog die Familie weiter nach Marburg. Nun wandte Elisabeth sich vollends von ihrem bisherigen Leben ab und entschied sich, zusammen mit ihren Gefährtinnen den ärmsten Kranken und Sterbenden zu dienen. Sie brachte die Kinder bei Verwandten unter und lebte nun aus der Überzeugung, ganz arm sein zu wollen. Sie ging von Tür zu Tür betteln und errichtete mit ihrem Witwenvermögen das Franziskus-Spital. 1231 wurde Elisabeth krank; es heißt, dass ihre letzten Tage von kindlicher Heiterkeit überstrahlt waren. Sie verschenkte ihre letzten Besitztümer, soll sogar noch ihre Gefährtinnen getröstet haben und wurde nach ihrem Tod in ihrem Spital in Marburg bestattet.







 
 
Für uns – gerade als Elisabeth-Verein – stellt sich immer wieder die Frage:
 

Wie können wir heute ihren „Auftrag“ umsetzen?
 
Was würde Elisabeth tun, wenn sie in unsere heutige Zeit hineingeboren worden wäre?
 
Wo würde sie den Ruf hören, Menschen froh zu machen?
 
In Pflegeeinrichtungen für Menschen mit Demenz?
 
In den Wohnungen alleinstehender alter Menschen?
 
Bei Eltern, die Kinder verloren haben und um sie trauern?


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